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über Square Dance

Square Dance ein Volkstanz ?

Im Prinzip: ja ........ und doch ist Square Dance mehr als "nur ein Volkstanz".

Square Dance entstand aus den europäischen Volkstänzen in der Gründungszeit Amerikas. Diese Tänze wurden in Teilen in den "amerikanischen Volkstanz" integriert. Tanzte man zu Beginn des 19.Jahrhundert eine Tanzfigurenabfolge nach Zurufen des Ansagers (=Callers) - viele Tänzer konnten sich die Figuren einfach nicht merken  - war im 20. Jahrhundert das lose Zusammenfügen der Figuren gefordert.

Heute wird Square Dance in aller Welt getanzt. Square Dance tanzt man in Gruppen zu je 4 Paaren, die an den Linien eines gedachten Quadrates (=Square) stehen.

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Die Tänze bestehen aus aneinander gereihten Figuren die ein Caller (Ansager) in immer verschiedenen Kombinationen zu unterschiedlicher Musik ansagt.
Eine feste Abfolge sowie ein Auswendiglernen von Figurenabläufen, wie bei anderen Volkstänzen oder sonstigen Tänzen, gibt es nicht. Der Caller wählt die Figuren frei aus und kann so den Tanz vielfältig und immer anders gestalten So gleicht kein Tanz dem anderen und man hat hiermit eine Herausforderung, die bei anderen Tanzarten nie vor kommt. Square Dance kann und ist somit nie langweilig.

Mit Square Dance kann man sich einfach fit halten durch:
     - gelenkschonende Bewegung
     - das Reaktionsvermögen fördern
     - durch geistige Tätigkeit bis ins hohe Alter
da kann Square Dance eine echte Alternative zu Jogging oder Fitnesscenter sein.

Die Tänzer erlernen die einzelnen Figuren, beim Basic derzeit 52 und beim Mainstream zu den Basic-Figuren weitere 16 in einem speziellen Kurs. Nach diesem Erlernen können die Tänzer überall tanzen, da die Namen und die Ausführung weltweit standardisiert sind.

Bei der Musik handelt es sich meist um Country- und Westernmusik, jedoch wird auch zu Jazz, Musical und Popmelodien getanzt. Die Musikgeschwindigkeit liegt im Schnitt bei 124 bpm (Beats per Minute).
Square Dance ist ein rhythmisch fließender, durch Höflichkeit, Freundlichkeit und Freundschaft geprägter Gemeinschaftstanz.

Die Anweisungen des Callers erfolgen in englischer Sprache, daran geht kein Weg vorbei; eine Übersetzung wäre "Stilbruch"! Damit man überall auf der Welt miteinander tanzen kann, gibt es eine einheitliche Sprache.
Da man aber nur die Namen der Figuren mit ihrer Ausführung verknüpft, ist es nicht notwendig, perfekt Englisch zu sprechen oder zu verstehen

Böse Zungen behaupten: Square Dance ist so leicht zu erlernen wie Autofahren.
Aber: wer Square Dance kann, kann noch lange nicht Autofahren.

Was bietet Square Dance ?

Spaß an Bewegung zu flotter und abwechslungsreicher Musik (von Country –und Westernmusik, Rock, Rock’ n Roll, Disco, Medleys, Hip-Hop, Neue Deutsche Welle, Pop, Techno, Blues bis Musicals).
Das Faszinierendste am Square Dance ist es ein geistig und körperlich forderndes Hobby zu haben bei dem man, während die Musik spielt, in kürzester Zeit viele neue Freunde findet – überall auf Welt!

Squaredance ist zwar der offizielle Amerikanische Volkstanz aber er ist nicht wirklich amerikanisch. Die verschiedenen Grundbewegungen wurden von Siedlern verschiedener europäischer Länder nach Amerika gebracht. Es gab viele Veränderungen und neue Figuren wurden über die Jahre kreiert.

Aber die Grundlagen der Siedler sind immer noch die Gleichen:
einfach Freude am Beisammensein bei Musik und Tanz

Square Dance ist an kein Alter gebunden und offen für jeden
- es gibt keine einstudierten Tänze: die Figuren werden auf Zuruf des Callers im Takte der Musik umgesetzt
- kein Auswendiglernen des Tanzes: wie es bei anderen Tanzarten vorausgesetzt wird da fast weltweit die gleichen Figuren benutzt werden, kann jeder, der Square Dance gelernt hat, mittanzen

kein Wettbewerb: weder Turniere noch Pokale gibt es beim Square Dance

keine Hierachien: in dem Moment, in dem wir in die Halle kommen, sind wir alle gleich. Rang und Titel legen wir „an der Garderobe ab”.

Square Dance ist:
Freundschaft und Spaß umgesetzt in Musik

Die Square Dance Kleidung

Die Herren tragen eine normale lange Hose sowie ein Hemd im Western-Style mit langem Arm, dazu flache bequeme Schuhe. Auch wenn man im Eifer des "Gefechts" mal zu schwitzen beginnt - das Hemd wird langärmelig getragen.
Kragenecken, ein Bolotie oder Westernhalstuch sowie ein kleines Handtuch runden das Bild des männlichen Square Dancers ab. Das Handtuch an der Gürtelseite dient als “Service” bei feuchten Händen.

Die Damen tragen vom beliebten Squaredancerock oder -kleid mit Petticoat bis zum traditionellen Kleid der amerikanischen Gründungszeit oder Prairie-Skirt, dazu flache bequeme Schuhe. Eine Bluse, nicht schulterfrei, runden das Bild des weiblichen Square Dancers ab.

Die Verbreitung des Square Dance

Nach Deutschland  kam der Square Dance durch die amerikanischen Soldaten und deren Angehörigen nach dem zweiten Weltkrieg. In den Kasernen und Wohnbereichen fanden sich Square Dancer zusammen und tanzten Square Dance.
Es ist also nicht verwunderlich, dass noch heute in der Umgebung um Frankfurt, Stuttgart oder München viele "alte" Square Dance Clubs, manche mittlerweile über 60 Jahre alt,  existieren. Einige dieser Amerikaner leben noch heute in Deutschland und gehen dem Hobby Square Dance nach.

In Deutschland und dem angrenzendem Ausland gibt es mittlerweile über 540 Square Dance Club´s, die alle einer Vereinigung angeschlossen sind, der European Association of American Square Dance Club´s e.V., kurz EAASDC

Nach Südbaden kam der Square Dance ungefähr im Jahre 1967 nach Lahr durch die kanadischen Streitkräfte. Von hier begann der Square Dance seinen “Siegeszug” auch in der südwestlichsten Ecke Deutschlands und “schwappte” nach 1980 auch in die Schweiz.

Die Caller und Cuer in Europa, vorzugsweise in deutschsprachigem Raum, sind in einer Vereinigung organisiert der European Callers and Teachers Association kurz ECTA genannt.

Jeder Verein organisiert immer wieder (meist im Herbst) Kurse für Anfänger. In diesem Kurs werden die benötigten Figuren erlernt. Diese erlernten Figuren sind überall gleich und somit kann in jedem Club auf der ganzen Welt miteinander getanzt werden.
Gäste sind in jedem Club recht herzlich willkommen. Bei dieser Tanzart gibt es keine Wettbewerbe, der Spaß am gemeinsamen Hobby und am Kontakte knüpfen steht an erster Stelle.